Der Hype um eine angestaubte Sportart

Kommentar von Dominik Thurner.

Wenn sich die Regierungsspitze volksnah und sportverliebt gibt, die Millionenshow-Stimme ein Skirennen kommentiert und über 45.000 Zuschauer im Zielhang jubeln, dann ist wieder Abfahrtsrennen in Kitzbühel. Dann ist alles Streif. Das prestigeträchtige Rennen repräsentiert den Skisport wie kein anderes Event auf der Welt. Es steht für halsbrecherischen High-Speed, harte Kerle und verbissenen Wettkampf.

Nichts davon hat etwas mit dem Skisport zu tun, den ich so liebe. Wo ist die Verspieltheit des Freestyles? Der Teamgeist und das Partnervertrauen im freien Gelände? Die Kreativität beim Freeriden? Dieser Zugang zum Skifahren wird abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit immer massentauglicher. Die Skikleidung wird lässiger, die Ski breiter und auf der Piste herrscht weniger Hermann Maier Attitüde als noch vor zehn Jahren.

Statt das (durchaus spannende und sehenswerte) Streif-Rennen immer weiter zu einem Polit-Event hochzustilisieren, wäre es höchste Zeit, die anderen Facetten des Skisports angebracht zu beleuchten. Im Stile eines Air&Style sollten auch Freeride-Contests und Freeski-Filme an Bedeutung gewinnen, um so den Hermann Maier-Staub vom Skisport-Image zu blasen.

Quattre Vallées 2015

Powdern in den Schweizer Alpen!

Verpasst nicht das Video zum Urlaub – Feel the Sun!

Das ist die Antwort auf die Frage, wo ich die letzte Woche verbracht habe.

20150110_101552 Von Lech aus ging es schwer bepackt mit dem Zug nach Zürich und von dort weiter ins Skigebiet Quattre Vallées. Schwer vorstellbar, aber meine gesamte Ausrüstung (samt extra paar Ski) lässt sich mithilfe von zwei Rucksäcken (vorne/hinten) transportieren – leider mit Abstrichen bei der Kleidervielfalt (schade um die Jogginghose).

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Dank günstiger Nebensaison konnten wir uns ein XXL Luxus-Chalet (‘Schallett’ inklusive Panoramablick, Sauna, Holzofen und Kletterwand) im Skiort Nendaz leisten und von dort die Powderhänge rund um das Freeski-Mekka Verbier verspuren. Auf der Piste gab’s eine kurze Jausn, gekocht wurde daheim, alle packten mit an.

Bewaffnet mit zwei Systemkameras, vier GoPros und hochauflösenden Handycams hat unsere zehnköpfige Truppe die folgenden sechs Skitage dokumentiert und festgehalten. Traumhafte Tiefschneefahrten, spektakuläre Stürze und Aprés Ski samt Kabinenparty – wir haben nichts ausgelassen. Hier die ersten Bilder unserer Reise – die Powdershots und Skivideos folgen bald!